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JOHANNES KLEIST

Das Interview

05.07.2019 INTERVIEW

Wir stellen die 10 Fragen an Johannes Kleist

1) Wann hast du angefangen Musik zu machen? 
Jeder macht schon als Baby oder Kleinkind Musik. Man erfindet Melodien, singt vor sich hin, probiert seine Stimme und Geräusche aus, trommelt auf Gegenständen herum. Die ersten „richtigen“ Instrumente habe ich im Kindergarten in der Orff-Gruppe gespielt. Glockenspiel, Xylophon, Metallophon, Percussion-Instrumente, Blockflöte. Angefangen hat das etwa mit 5 Jahren. Ein Schlüsselerlebnis war mit Sicherheit der wunderschöne große Flügel meiner Patentante, auf dem ich mich nach Herzenslust austoben durfte. Das wurde mit einem kleinen Mono-Kassettenrecorder aufgenommen. Leider sind diese „Mitschnitte“ mit der Zeit bei den Umzügen verloren gegangen. Dabei waren es meine ersten eigenen kleinen „Kompositionen“.
2) Was würdest du machen, wenn du kein Musiker wärst?
Unglücklich sein ;o) Mir würde ein sehr wichtiger Teil in meinem Leben fehlen. Musik ist eine eigene Welt, die man selbst erschaffen und gestalten kann. Musik drückt alles aus, was Worte oft nur schwer oder gar nicht sagen können. Jede Stimmung, jedes Gefühl. Da ich Diplom- Pädagoge und Industriekaufmann bin und viele Jahre eine Musikschule geleitet habe, gäbe es in diesen Bereichen wohl etwas Passendes für mich. Feuerwehrmann wollte ich dagegen nie werden.
3) Welches Instrument kannst du spielen?
Ich spiele Klavier, Keyboards, Gitarre, Schlagzeug, Kirchenorgel, Blockflöte, Akkordeon. Einiges davon besser als anderes. Zum Komponieren sind Klavier und Gitarre meine wichtigsten Begleiter.
4) Was ist die wichtigste Musikequipment-Erfindung aller Zeiten – und warum?
Schwierige Frage. Der Computer vermutlich. Mittlerweile kann man für relativ wenig Geld ein professionelles Studio samt Instrumenten und Effekten in seinem Laptop mit sich herumtragen. Von der Aufnahme bis zum Endmix kann alles digital im Rechner gemacht werden. Aber um ehrlich zu sein: Ein richtiges Klavier, ein echtes Drumset und eine vernünftige Gitarre sind mir trotzdem tausend Mal lieber. Fühlt sich näher, ehrlicher und direkter an als all der Elektronikkram.
5)  Erinnerst du dich an deine erste Studio-Erfahrung und wie war es für dich?
Ja, klar. So etwas vergisst man nicht. Das ist wahnsinnig spannend und aufregend. Mit meiner damaligen Band haben wir Demo- Aufnahmen gemacht. Einerseits fühlte ich mich ein bisschen wie ein Rockstar, weil ich am Ende die erste eigene CD in der Hand hielt. Andererseits landete ich sehr schnell wieder auf dem Boden der Tatsachen und wusste, was ich alles noch lernen und besser machen muss. Eine gute Aufnahme hängt nun mal in erster Linie von den Musikern ab. Ein fähiger Tontechniker kann zwar vieles, aber zaubern kann er auch nicht. Im Studio zeigt sich auch, was Kreativität möglich macht. Einige Songs klingen hinterher völlig anders und man verändert beim Aufnahmeprozess manchmal Aufbau und Text, weil die Muse einen heftig küsst. Das sind tolle, fast magische Momente.
6)  Auf welche Aufnahmen bist du am meisten stolz?
„Schubi dubi du“, also der Song mit dem tanzenden Spiegelei. Klingt richtig fett und ist bei Konzerten immer ein Highlight. Da kann keiner mehr ruhig sitzen bleiben und muss mittanzen. Til Schneider, der bei Jan Böhmermanns Neo Magazin Royale im Rundfunktanzorchester Ehrenfeld ist, hat die Bläsersätze eingespielt. Außerdem haben viele tolle Kinder aus dem Schulchor der KGS Olpener Straße alles gegeben und dem Titel Leben eingehaucht. Das Lied hat es beim deutschlandweiten Kinderliederwettbewerb unter die Top 12 geschafft.
7) Erzählt uns von deinen schönsten oder schlimmsten Erfahrungen auf der Bühne.
Nach einem Konzert kam mal ein Junge zu mir, strahlte mich an und sagte: „Das hat soooooo viel Spaß gemacht. Wann kommst du wieder? Dauert das noch lange?“ Wenn das ganze Publikum aufmerksam ist und nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern mitmachen und ein Lächeln im Gesicht haben, freue ich mich wie Bolle. Das Schlimmste ist, wenn die Technik einem einen Strich durch die Rechnung macht. Es knackt, fiept und die Gitarrensaiten reißen mitten im ersten Song. Wenn man dazu noch bei Eiseskälte statt auf Publikum auf einen großen, fast menschenleeren Marktplatz kuckt, ist das schon eine harte Nummer. Da muss man aber durch. Lächeln und weitermachen.
8) Wie bist du auf dein Künstlernamen gekommen?
Das war einfach. Ich wollte keine Kunstfigur auf der Bühne sein. Ich bin Johannes Kleist. Privat und auf der Bühne. Ich muss mich nicht verstellen und habe trotzdem alle künstlerischen Freiheiten.
9) Wie oft probst du in der Woche?
Wenn ein neues Programm entsteht, probe ich möglichst jeden Tag, damit Routine rein kommt. Aber auch die Songs, die ich live schon einigen hundert Mal gespielt habe, hole ich mir immer wieder hervor, um drin zu bleiben oder etwas Neues damit auszuprobieren. Zweimal pro Woche proben ist ein guter Schnitt. Wie heißt es so schön: Wer rastet – der rostet.
10) Welchen Rat würdest du jungen Musikern geben, die sich als Profi durchsetzen wollen?
Einen langen Atem haben. Nicht unbedingt auf Ruhm und Reichtum hoffen. Man muss einen gewissen Drang dazu haben, es schaffen zu wollen. Oft dauert es Jahre oder Jahrzehnte bis man seine Chance bekommt. Trotzdem jeden kleinen Erfolg, jeden kleinen Schritt bewusst machen und genießen. Netzwerke bilden, von Profis lernen, viel viel Zeit und Energie einsetzen. Sich nicht von anderen entmutigen lassen. You can get it if you really want!
Wir von Radio Küken wünschen Dir lieber Johannes Kleist viel Erfolg! Vielen Dank für das nette Interview!
© FOTO: Johannes Kleist
© FOTO: Johannes Kleist
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Das Interview

05.07.2019 INTERVIEW

JOHANNES KLEIST

Wir stellen die 10 Fragen an Johannes Kleist

1) Wann hast du angefangen Musik zu machen? 
Jeder macht schon als Baby oder Kleinkind Musik. Man erfindet Melodien, singt vor sich hin, probiert seine Stimme und Geräusche aus, trommelt auf Gegenständen herum. Die ersten „richtigen“ Instrumente habe ich im Kindergarten in der Orff- Gruppe gespielt. Glockenspiel, Xylophon, Metallophon, Percussion-Instrumente, Blockflöte. Angefangen hat das etwa mit 5 Jahren. Ein Schlüsselerlebnis war mit Sicherheit der wunderschöne große Flügel meiner Patentante, auf dem ich mich nach Herzenslust austoben durfte. Das wurde mit einem kleinen Mono-Kassettenrecorder aufgenommen. Leider sind diese „Mitschnitte“ mit der Zeit bei den Umzügen verloren gegangen. Dabei waren es meine ersten eigenen kleinen „Kompositionen“.
2) Was würdest du machen, wenn du kein Musiker wärst?
Unglücklich sein ;o) Mir würde ein sehr wichtiger Teil in meinem Leben fehlen. Musik ist eine eigene Welt, die man selbst erschaffen und gestalten kann. Musik drückt alles aus, was Worte oft nur schwer oder gar nicht sagen können. Jede Stimmung, jedes Gefühl. Da ich Diplom-Pädagoge und Industriekaufmann bin und viele Jahre eine Musikschule geleitet habe, gäbe es in diesen Bereichen wohl etwas Passendes für mich. Feuerwehrmann wollte ich dagegen nie werden.
3) Welches Instrument kannst du spielen?
Ich spiele Klavier, Keyboards, Gitarre, Schlagzeug, Kirchenorgel, Blockflöte, Akkordeon. Einiges davon besser als anderes. Zum Komponieren sind Klavier und Gitarre meine wichtigsten Begleiter.
4) Was ist die wichtigste Musikequipment-Erfindung aller Zeiten – und warum?
Schwierige Frage. Der Computer vermutlich. Mittlerweile kann man für relativ wenig Geld ein professionelles Studio samt Instrumenten und Effekten in seinem Laptop mit sich herumtragen. Von der Aufnahme bis zum Endmix kann alles digital im Rechner gemacht werden. Aber um ehrlich zu sein: Ein richtiges Klavier, ein echtes Drumset und eine vernünftige Gitarre sind mir trotzdem tausend Mal lieber. Fühlt sich näher, ehrlicher und direkter an als all der Elektronikkram.
5)  Erinnerst du dich an deine erste Studio-Erfahrung und wie war es für dich?
Ja, klar. So etwas vergisst man nicht. Das ist wahnsinnig spannend und aufregend. Mit meiner damaligen Band haben wir Demo-Aufnahmen gemacht. Einerseits fühlte ich mich ein bisschen wie ein Rockstar, weil ich am Ende die erste eigene CD in der Hand hielt. Andererseits landete ich sehr schnell wieder auf dem Boden der Tatsachen und wusste, was ich alles noch lernen und besser machen muss. Eine gute Aufnahme hängt nun mal in erster Linie von den Musikern ab. Ein fähiger Tontechniker kann zwar vieles, aber zaubern kann er auch nicht. Im Studio zeigt sich auch, was Kreativität möglich macht. Einige Songs klingen hinterher völlig anders und man verändert beim Aufnahmeprozess manchmal Aufbau und Text, weil die Muse einen heftig küsst. Das sind tolle, fast magische Momente.
6)  Auf welche Aufnahmen bist du am meisten stolz?
Schubi dubi du“, also der Song mit dem tanzenden Spiegelei. Klingt richtig fett und ist bei Konzerten immer ein Highlight. Da kann keiner mehr ruhig sitzen bleiben und muss mittanzen. Til Schneider, der bei Jan Böhmermanns Neo Magazin Royale im Rundfunktanzorchester Ehrenfeld ist, hat die Bläsersätze eingespielt. Außerdem haben viele tolle Kinder aus dem Schulchor der KGS Olpener Straße alles gegeben und dem Titel Leben eingehaucht. Das Lied hat es beim deutschlandweiten Kinderliederwettbewerb unter die Top 12 geschafft.
7) Erzählt uns von deinen schönsten oder schlimmsten Erfahrungen auf der Bühne.
Nach einem Konzert kam mal ein Junge zu mir, strahlte mich an und sagte: „Das hat soooooo viel Spaß gemacht. Wann kommst du wieder? Dauert das noch lange?“ Wenn das ganze Publikum aufmerksam ist und nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern mitmachen und ein Lächeln im Gesicht haben, freue ich mich wie Bolle. Das Schlimmste ist, wenn die Technik einem einen Strich durch die Rechnung macht. Es knackt, fiept und die Gitarrensaiten reißen mitten im ersten Song. Wenn man dazu noch bei Eiseskälte statt auf Publikum auf einen großen, fast menschenleeren Marktplatz kuckt, ist das schon eine harte Nummer. Da muss man aber durch. Lächeln und weitermachen.
8) Wie bist du auf dein Künstlernamen gekommen?
Das war einfach. Ich wollte keine Kunstfigur auf der Bühne sein. Ich bin Johannes Kleist. Privat und auf der Bühne. Ich muss mich nicht verstellen und habe trotzdem alle künstlerischen Freiheiten.
9) Wie oft probst du in der Woche?
Wenn ein neues Programm entsteht, probe ich möglichst jeden Tag, damit Routine rein kommt. Aber auch die Songs, die ich live schon einigen hundert Mal gespielt habe, hole ich mir immer wieder hervor, um drin zu bleiben oder etwas Neues damit auszuprobieren. Zweimal pro Woche proben ist ein guter Schnitt. Wie heißt es so schön: Wer rastet – der rostet.
10) Welchen Rat würdest du jungen Musikern geben, die sich als Profi durchsetzen wollen?
Einen langen Atem haben. Nicht unbedingt auf Ruhm und Reichtum hoffen. Man muss einen gewissen Drang dazu haben, es schaffen zu wollen. Oft dauert es Jahre oder Jahrzehnte bis man seine Chance bekommt. Trotzdem jeden kleinen Erfolg, jeden kleinen Schritt bewusst machen und genießen. Netzwerke bilden, von Profis lernen, viel viel Zeit und Energie einsetzen. Sich nicht von anderen entmutigen lassen. You can get it if you really want!
Wir von Radio Küken wünschen Dir lieber Johannes Kleist viel Erfolg! Vielen Dank für das nette Interview!
© FOTO: Johannes Kleist
© FOTO: Johannes Kleist
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