Fragen
Was möchte ich herausfinden?
Forschen beginnt nicht mit einem weißen Kittel. Es beginnt mit einem Satz wie: „Was passiert eigentlich, wenn …?“ Hier kannst du harmlose Alltagsphänomene selbst untersuchen.
Was möchte ich herausfinden?
Was glaube ich, wird passieren – und warum?
Ich teste meine Idee so, dass ich genau beobachten kann.
Was ist wirklich passiert?
Was könnte ich verändern und noch einmal testen?
Unsere Versuche sind für einfache Alltagsbeobachtungen gedacht. Trotzdem gilt: Kleine Kinder forschen gemeinsam mit Erwachsenen. Nichts aus Experimenten essen oder trinken. Feuer, Steckdosen, scharfe Gegenstände und unbekannte Stoffe gehören nicht in Kinderexperimente.
Öffne ein Experiment und lies zuerst alles durch, bevor du beginnst.
3 Gläser, Wasser, Küchenpapier, etwas Lebensmittelfarbe
Stell drei Gläser nebeneinander. Fülle das erste und dritte halb mit gefärbtem Wasser, das mittlere bleibt leer. Verbinde die Gläser mit gefalteten Küchenpapierstreifen und beobachte.
Wasser kann in den feinen Zwischenräumen des Papiers nach oben und weiter wandern. Das nennt man Kapillarwirkung.
Luftballon, Wollstoff oder trockene Haare, kleine Papierschnipsel
Puste den Ballon auf. Reibe ihn einige Male an Wolle oder vorsichtig an trockenen Haaren. Halte ihn danach über kleine Papierschnipsel.
Beim Reiben können elektrische Ladungen verschoben werden. Der geladene Ballon kann leichte Dinge anziehen – statische Elektrizität.
Teller, Wasser, gemahlener Pfeffer, ein Tropfen Spülmittel
Fülle etwas Wasser auf einen Teller und streue Pfeffer darauf. Berühre die Wasseroberfläche zuerst mit einem sauberen Finger und danach mit einem Finger, an dem ein winziger Tropfen Spülmittel ist.
Spülmittel verändert die Oberflächenspannung des Wassers. Dadurch bewegt sich die Wasseroberfläche – und der Pfeffer wird mitgenommen.
Schüssel mit Wasser und verschiedene ungefährliche Gegenstände
Überlege zuerst bei jedem Gegenstand: Schwimmt er oder sinkt er? Teste danach. Vergleiche Material, Form und Größe.
Ob etwas schwimmt, hängt nicht einfach nur vom Gewicht ab. Entscheidend ist unter anderem die mittlere Dichte des Gegenstands im Vergleich zum Wasser.
Kreide und einen festen Gegenstand, der einen Schatten wirft
Markiere an einem sonnigen Tag die Spitze eines Schattens. Komm nach 20 bis 30 Minuten wieder und markiere sie erneut. Wiederhole das mehrmals.
Weil sich die Erde dreht, verändert sich die scheinbare Position der Sonne am Himmel. Deshalb wandern und verändern sich Schatten.
Viele gute Forscherfragen entstehen ganz nebenbei.
Warme feuchte Luft trifft auf eine kältere Oberfläche. Wasserdampf kann dort zu kleinen Wassertröpfchen kondensieren.
Seifenstoffe können sich an Grenzflächen zwischen Wasser und Luft anordnen. Beim Mischen entstehen dünne Wasserhäutchen, die Luft einschließen.
Beim Trinken senkst du den Luftdruck im Mund. Der höhere Luftdruck außerhalb drückt die Flüssigkeit im Strohhalm nach oben.
Festes Wassereis hat eine geringere Dichte als flüssiges Wasser. Deshalb bleibt ein Eiswürfel oben.
Wenn ein Experiment anders läuft als erwartet, ist das kein Scheitern. Genau dann wird es oft besonders interessant.